Urlaub am Meer: Wie Sie die Haut Ihrer Kinder vor der Sonne schützen können
Urlaub am Meer. Im Wasser planschen, Spiele im Freien und vor allem die Sonnenbräune, die uns ein so gesundes Aussehen verleiht! Aber sind wir auch sicher, dass wir unsere Kinder gut schützen?
Mit dem Beginn des Sommers taucht eine heikle Frage für Mütter mit kleinen Kindern auf: Wie schütze ich die Haut der Kinder vor der Sonne? Das ist sicher ein Problem, das alle angeht, auch die Erwachsenen. Aber die Kinder sind zweifellos mehr der Sonne ausgesetzt, ihre Haut ist zarter, produziert mehr Melanin als die Haut eines Erwachsenen und benötigt daher mehr Schutz und Aufmerksamkeit.
Eines wollen wir sofort klarstellen: die Sonne tut den Kindern gut. Die Sonnenstrahlen erhöhen die Produktion von Vitamin D, regen den Stoffwechsel an und stärken das Immunsystem. Man soll daher nicht die Sonne vermeiden, sondern vermeiden, dass sie schädlich wird.
Hier also einige einfache Regeln, die es zu befolgen gilt, wenn Sie mit Ihrem Nachwuchs einen Tag an der Sonne, am Strand anstatt im Park verbringen.
Babys, die gestillt werden, und Kleinkinder bis zum ersten Lebensjahr sollten so viel wie möglich im Schatten sein. Besser Sie nehmen sie am frühen Morgen und am späten Nachmittag an den Strand mit.
Dann muss man eine Sonnencreme mit dem richtigen Lichtschutzfilter suchen. Im Handel gibt es verschiedene Marken mit unterschiedlichen Sonnenschutzfaktoren (LSF). Für die Kinder, besonders für die sehr kleinen, sind Cremen mit LSF 30 und 50 geeignet.
Für die ersten 3-4 Tage empfehlen wir eine Creme mit LSF 30 auf Beine und Arme und SSF 50 auf Schultern, Rumpf und Gesicht aufzutragen. Danach können Sie LSF 30 für den ganzen Körper verwenden, und nach einer Woche reicht LSF 15-20.
Vermeiden Sie Babyöle, denn sie machen die Haut glänzend und anstatt zu schützen, begünstigen Sie das Durchdringen der Sonnenstrahlen.
Bei Kindern unter 6 Jahren sollten Sie keine Sonnencremen auftragen und jedenfalls ist immer eine Creme, die auch Feuchtigkeit spendet, in Gelform einer auf alkoholischer Basis vorzuziehen.
Für Gesicht und Hände können Sie einen Sonnenschutzstift oder Kakobutter für den Gesamtschutz verwenden, dieser bleibt länger auf der Haut und gefällt den Kindern, weil sie ihn sich allein auf die Haut schmieren können.
Die Creme gut auf der gesamten Haut des Kindes verstreichen, nicht auf Ohren, Nase, Lippen und Augenbereich vergessen! Vermeiden Sie auf jeden Fall Kontakt mit Augen und Augenlidern.
Denken Sie daran die Sonnencreme vor dem Verlassen des Hauses und danach alle zwei Stunden aufzutragen. Wenn Ihr Kind viel schwitzt, und jedes Mal, wenn es ins Wasser geht, muss eine Cremeschicht wieder auf die gesamte Haut aufgetragen werden. Im Handel gibt es viele bunte Cremen, mit denen Sie kontrollieren können, ob sie richtig verstrichen wurde und durch das Wasser abgegangen ist. Für die Dauer des Planschens im Wasser gibt es keine besonderen Grenzen, wenn Sie aber feststellen, dass sich die Lippen Ihres Kindes blau verfärben und die Fingerkuppen runzlig werden, sollten Sie es aus dem Wasser holen.
Denken Sie daran: Von einem Aufenthalt in der Sonne zwischen 10 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags ist unbedingt abzuraten. In dieser Zeit sollten Kinder nicht der Sonne ausgesetzt sein und auf jeden Fall sollten sie einen Sonnenhut aufsetzen und ein T-Shirt aus Baumwolle tragen.
Wichtig ist, dass die Haut regelmäßig Feuchtigkeit erhält, lassen Sie Ihre Kinder daher viel Wasser und Fruchtsäfte trinken. Auf fette und gebackene Speisen (Krapfen, Pizza und Pommes) sollte als Ernährung im Sommer verzichtet werden.
Nicht alle Hauttypen sind gleich. Achten Sie daher auf den Fototyp Ihres Kindes. Ein Kind mit heller Hautfarbe, blonden Haaren und hellen Augen ist gefährdeter im Vergleich zu einem Kind mit dunklerem Hautton, dunklem Haar und Augen. Wir empfehlen Ihnen daher es so gut wie möglich mit Sonnenhut, T-Shirt und Hosen zu schützen.
Für Neugeborene ist ein überdachter Kinderwagen einem Buggy vorzuziehen, bei einem etwas älteren Kind können Sie einen Buggy mit Schutzdach oder Sonnenschirm verwenden, der das Kind auch beim Spazierengehen vor der Sonne schützt.
Die Sonnenstrahlen erreichen die Haut Ihres Kindes auch dann, wenn es im Schatten oder unter dem Sonnenschirm sitzt und an bewölkten Tagen. Deshalb ist ein entsprechender Lichtschutzfilter auch in diesen Fällen wichtig.
Das Kind sollte nicht zu lange im nassen oder sandigen Badeanzug bleiben: Nehmen Sie lieber 2-3 Sachen zum Wechseln mit, möglichst aus Baumwolle.
Wichtig ist auch die Berücksichtigung der geografischen Lage, in der Sie sich befinden, den die Stärke der Sonneneinstrahlung variiert je nach Meereshöhe und Breitengrad. In den Bergen sind die Sonnenstrahlen gefährlicher als an einem Badeort am Meer und noch stärker werden sie je näher man zum Äquator kommt.
Kontrollieren Sie die Haut Ihres Kindes regelmäßig, so wie Sie es mit Ihrer eigenen machen. Achten Sie beim Windel wechseln, beim Anziehen oder beim Baden auf jede kleinste Veränderung.
Wenn Sie eine Änderung in Farbe, Form oder Größe eines Muttermals oder eines Flecks bemerken, suchen Sie sofort Ihren Kinderarzt auf.
Gehen Sie selbst mit gutem Beispiel voran. Wenn Sie zuerst diese einfachen Regeln anwenden, ist es für Ihr Kind viel einfacher und ganz natürlich Ihrem Beispiel zu folgen.







